Google senkt die Preise für Bildgenerierung deutlich und schaltet die Vorgängerversion ab, sodass bestehende Integrationen innerhalb weniger Wochen auf das neue Modell umgestellt werden müssen. Wer Nano Banana 2 nutzt, hat bis Ende des Monats Zeit zum Umstieg.
Google Nano Banana 2.1 ist ab sofort allgemein verfügbar
Google hat am 6. Oktober Nano Banana 2.1 freigegeben, das neue Modell für Bilderzeugung und Bildbearbeitung. Es löst die Vorgängerversion Nano Banana 2 ab, die am selben Tag als veraltet markiert wurde. Am 29. Oktober wird der alte Dienst abgeschaltet, das lässt Anwendern genau 23 Tage zum Wechseln, und wer bis dahin nicht umgestellt hat, dessen Integration läuft danach ins Leere.
Nano Banana 2.1 läuft auf der Gemini-3.6-Flash-Basis und arbeitet damit in der Geschwindigkeit der Flash-Klasse. Laut Google ist es in allen Bereichen besser als die Vorgängermodelle, und verglichen mit Nano Banana Pro, dem bisher besten Bildmodell des Konzerns, effizienter. Die Verbesserungen betreffen die visuelle Qualität, die Textwiedergabe in Bildern, die Konsistenz von Figuren über mehrere Gesprächsrunden, breite Panoramaformate und Infografiken.
Der Preis für ein Bild halbiert sich, die Eingabe wird teurer
Die auffälligste Änderung ist der Preis. Ein Bild in 1K-Auflösung kostet mit Nano Banana 2.1 nur noch 3,36 Cent, bei Nano Banana 2 waren es 6,70 Cent. In 2K sinkt der Preis auf 5,04 Cent. In 4K fällt er von 15,10 auf 7,56 Cent, also um rund die Hälfte. Zum Vergleich: Nano Banana Pro kostet 13,40 Cent pro 1K-Bild und ist damit deutlich teurer.
Die Tabelle zeigt die Preise pro Bild in Cent, wie Google sie in der API-Dokumentation ausweist.
Modell | 1K | 2K | 4K |
|---|---|---|---|
Nano Banana 2.1 | 3,36 | 5,04 | 7,56 |
Nano Banana 2 | 6,70 | 10,10 | 15,10 |
Nano Banana Pro | 13,40 | 13,40 | 24,00 |
Der niedrigere Preis für Bilder ist nur ein Teil der Rechnung. Google hat gleichzeitig die Eingabepreise angehoben: Die Kosten für Text- und Denk-Tokens steigen, und das Modell denkt standardmäßig mehr nach, bevor es ein Bild ausgibt. Wer viele Referenzbilder oder lange Prompts einsetzt, zahlt an dieser Stelle deutlich mehr als vorher. Unterm Strich bleibt Bildgenerierung aber billiger, und für die meisten Anwendungsfälle überwiegt dieser Posten bei weitem.
Bis zu 14 Referenzbilder und vier konsistente Figuren
Nano Banana 2.1 verarbeitet bis zu 14 Referenzbilder gleichzeitig. Dabei hält es bis zu vier Figuren und zehn Objekte über mehrere Bearbeitungsschritte hinweg konsistent. Für alle, die wiederkehrende Werbefiguren, Produktbilder oder Comic-Charaktere erstellen, ist das der praktische Unterschied. Statt nach jeder Änderung neu zu beschreiben, wie eine Figur aussieht, bleibt sie über die Sitzung hinweg gleich.
Weitere Neuerungen sind eine Anbindung an die Google-Suche, sodass sich aktuelle Informationen in Bilder einbeziehen lassen, und konfigurierbare Denk-Stufen (minimal, medium, high). Wozu braucht man die? Die Denk-Stufe beeinflusst die Bildqualität und die Kosten. Für schnelle Entwürfe reicht „minimal", für aufwendige Infografiken lohnt sich „high".
Was die Benchmarks wirklich zeigen
Google veröffentlicht Benchmark-Zahlen, nach denen Nano Banana 2.1 teils deutlich vor dem Pro-Modell liegt. Beim Test „Multi-Character Consistency" erreicht die Thinking-Variante von 2.1 einen Präferenzwert von 1106, das Pro-Modell kommt auf 1011. Auch bei Infografik-Fakten liegt 2.1 mit 0,521 vor allen anderen getesteten Modellen.
Diese Zahlen verdienen ein wenig Skepsis. Schon Nano Banana 2 lag in den Benchmarks auf Augenhöhe mit dem Pro-Modell, in der Praxis erzeugte Pro aber weiterhin die besseren Bilder. Benchmark-Präferenzen messen, welche Ausgabe Menschen im Schnitt vorziehen, und nicht, wie zuverlässig ein Modell bei ungewöhnlichen oder missverständlichen Anfragen arbeitet. Wer professionelle Bildqualität braucht, sollte daher selbst vergleichen, statt sich auf eine einzelne Zahl aus einer Pressemitteilung zu verlassen.
Wo Nano Banana 2.1 überall läuft
Der Rollout läuft bereits. Das Modell ist in der Gemini-App verfügbar, im AI-Mode der Google-Suche, in Google AI Studio, in Flow by Google, in Stitch by Google, in Google Ads und auf der Gemini Enterprise Platform. Die Abdeckung ist damit breit gestreut, und sie reicht vom privaten Experimentieren am Küchentisch bis zum professionellen Werbegeschäft mit hohen Stückzahlen.
Für Teams, die Nano Banana 2 noch produktiv einsetzen, ist die Frist die wichtigste Information. Bis zum 29. Oktober muss die Integration auf Nano Banana 2.1 umgestellt sein, sonst laufen die Anfragen ins Leere. Der Modellname in der API lautet gemini-nano-banana-2.1.
Sie können Nano Banana 2.1 ab sofort in Google AI Studio testen und über die Gemini-API einbinden. Nano Banana 2 bleibt nur noch bis zum 29. Oktober erreichbar; stellen Sie Ihre Integration vorher um.






